Selbstsicher vor der Kamera: Interview mit der Coachin Franziska Hetzenecker - Mein Business Portrait

Selbstsicher vor der Kamera: Interview mit der Coachin Franziska Hetzenecker

2021.02.20.20.02.202120.02.2021
Franziska Hetzenecker
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Businessfotos bestehen auch aus Portraits. Um jemanden so zu erfassen, dass er sich selber erkennt und gefällt, ist nicht leicht. Das Model muss entspannt sein, sich und dem Fotografen vertrauen und der Fotograf muss einfühlsam und aufmerksam sein.


Für mich haben gute Portraits mehr mit Psychologie als mit Fotografie zu tun: Deshalb befrage ich heute die Coachin für Selbstbewusstsein Franziska Hetzenecker. 


Sie gibt dir nicht nur leicht umsetzbare Tipps, wie du dich vor der Kamera selbstsicherer fühlst und deine Portraits markant und präsent werden. Sie erklärt dir auch, woher die unterschiedlichen Ängste kommen und wie du mit ihnen umgehen kannst.

1. Kontrollverlust beim Fotoshooting



Liebe Franzi, in den Jahren habe ich verschiedene Ängste meiner Kunden beim Fotografieren erlebt. Fangen wir mit dem Kontrollverlust an: Woher kommt diese Angst und was kann man dagegen speziell bei einem Shooting tun?


Das hat verschiedene Gründe und ist auch individuell. Auf die meisten treffen diese beiden Dinge zu: Zum einen ist für die meisten Menschen etwas Vertrautes immer dem Ungewissen vorzuziehen. Da weiß man einfach, was passiert. 


Zum anderen ist uns Menschen wichtig was die anderen denken, weil wir gemocht werden wollen. Das ist unser innerstes Bedürfnis. Bei solchen Business-Fotos wollen wir natürlich besonders kompetent und auch gut aussehen, damit die Kunden uns mögen.



Meine Tipps für mehr Kontrolle beim Fotoshooting:


  • Du tust im Vorfeld alles dafür, dass gute Fotos rauskommen (z.B. Dich mit deinem Business auseinander setzen, dir einen genauen Plan machen, welche Fotos du brauchst, nach einer einfühlsamen Fotografin suchen) und dich dann so geben, wie du bist. 
  • Um wieder in die Kontrolle zu kommen, lass dir die Fotos zwischen drin zeigen. Das gibt dir das Gefühl, mitsprechen zu können.
Coache dein Selbstbewusstsein

2. Unsicherheit vor der Kamera



Ich erlebe oft, dass Menschen vor der Kamera sehr unsicher sind. Sie wissen nicht, was sie mit ihren Händen anfangen sollen, schmeissen sich automatisch in unnatürliche Posen, die oft nicht vorteilhaft sind und verkrampfen. Warum ist das so und welche Tipps können hier helfen?


Unsicherheit, die sich nach Außen zeigt, zeigt sich noch viel stärker nach innen. Deswegen: am Selbstwert arbeiten um selbstbewusster zu sein. 


Mit Selbstbewusstsein assoziieren wir das Auftreten nach außen. Also auch das, was auf Businessfotos sichtbar wird. Natürlich kommt das Selbstbewusstsein von Innen und fußt auf den Selbstwert. Man kann sich Strategien aneignen, wie man nach Außen selbstbewusster wirkt. Noch wichtiger finde ich, am inneren Zustand zu arbeiten.


Meine Philosophie ist: stärke deine Stärken! 


Jeder Mensch hat individuelle Stärken. Einige sind verschüttet oder gerade nicht im Zugriff. 


Selbstbewusstsein heißt neben Stärken auch, dass man sich der eigenen Grenzen bewusst ist. Es macht in meinen Augen keinen Sinn und ist nicht notwendig, einen völlig anderen Menschen aus dir zu machen. Weil du – wie jede/r andere auch – einen großen Schatz hast: deine Einzigartigkeit.



Meine Tipps für mehr Sicherheit vor der Kamera:



  • Frage dich schon VOR DEM SHOOTING, was brauchst du, um dich sicherer zu fühlen? Wäre das Shooting für dich angenehmer, wenn es bei dir stattfindet, wo du dich sicher fühlst und auskennst? Oder wäre es nicht super, eine Shooting-Art zu suchen, die deiner Person mehr entspricht? Scheue Menschen fühlen sich im Mittelpunkt unwohl. Wenn du auch schüchtern bist, wähle einen Fotografen, der kein Posing verlangt, sondern natürlich arbeitet.
  • Überlege, ob du dich wohler fühlst, wenn BEIM SHOOTING nur du und der Fotograf anwesend seid? Oder im Gegenteil: mit einer Freundin als Begleitung fühltest du dich besser? 
  • Kannst du mehr entspannen, wenn deine Lieblingsmusik läuft? Oder wenn der Fotograf nicht blitzt, weil dich das stört? Was es auch ist, frag dich, was für dich besser wäre und rede mit deinem Fotografen.

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3. Negative Kritik von Außen



So schön auch eine negative Kritik formuliert wird, empfinden wir das oft als unangenehm. Wenn man sich auf der Website präsentiert, muss man mit Feedback rechnen. Was, wenn es doof wird? Wie sollte man darauf reagieren – und gibt es eine Möglichkeit das zu vermeiden?


Wir machen uns viel zu abhängig von der Meinung anderer. Das ist ebenfalls ein Thema des Selbstbewusstseins. Du wirst es nicht vermeiden können hier und da mal negatives Feedback zu bekommen. Ich möchte dir raten, das auch gar nicht zu versuchen. Denn beim Versuch es allen recht zu machen, machst du es am Ende am schlechtesten für dich. 



Meine Tipps mit negativer Kritik umzugehen:


  • Du möchtest mit den Fotos Kunden gewinnen, richtig? Wen interessiert dann Tante Ernas oder Nachbar Klaus‘ Meinung? Niemanden. Ich stelle immer wieder fest, dass vor allem Bekannte  Rückmeldung geben, die sich mit dem Thema gar nicht auskennen. Ich würde mir erst dann Gedanken machen, wenn du mehrfach von Kunden oder auch Experten auf deine Bilder angesprochen wirst.
  • Überlege dir vor dem Shooting, was dein realistisches Ziel ist und was DEINE Indikatoren sind, um dich mit deinen Bildern wohl zu fühlen. Das kann zum Beispiel sein, dass du dich auf den Bildern selbst erkennen möchtest. 
  • Wenn du deine Bilder bekommst, bewerte sie erst einmal für dich allein. Und erst anschließend, wenn du für dich eine Meinung gebildet hast, zeigst du sie anderen. Damit stellst du sicher, dass du dir nicht von anderen rein quatschen lässt.

4. Unser – oft verschobenes – Selbstbild



Das kennen wir alle: unser fantastisches Selbstbild. In unseren Träumen sehen wir perfekt aus. Unsere Haut ist makellos, die Frisur sitzt und wir sind eine Augenweide. Oft weicht unsere Wunschvorstellung von der Realität ab. Wie können wir das gut handeln?


Niemand ist perfekt. Wir vergessen das oft in unserer total idealisierten Instagram-Filter-Welt. Und noch dazu, wollen Kunden gar nicht von perfekt aussehenden Menschen kaufen. Kunden wollen mit Menschen arbeiten, die ihnen sympathisch sind und mit denen sie sich identifizieren können. Also lieber echt, statt perfekt.


Selbstliebe - bzw. Selbstakzeptanz - kann man lernen. Du wirst es ein Leben lang schwer haben, wenn du dich selbst nicht so akzeptierst wie du bist. Jede/r hat einzigartige Stärken die nur herausgearbeitet werden müssen. 


Das gilt auch für Fotos: ein einnehmendes Lachen, eine tolle Ausstrahlung... 


Eine gute Fotografin wird deine besonderen Merkmale herausstellen und auf die Bühne stellen, die sie verdienen.

Lieber echt statt perfekt

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5. "Ich bin so unfotogen!"



Fast jeder dritte Kunde behauptet unfotogen zu sein, und das total überzeugt. Wenn ich sie frage, woher sie das nehmen, sagen die meisten, das sie das von anderen hören. Das ist unschön und macht noch weniger Bock sich vor der Kamera zu zeigen. Dass man nicht auf andere hören soll, wissen grundsätzlich viele. Aber das ist leicht gesagt. Wie sollte man damit umgehen?


Ha! Das ist mein absolutes Lieblingsthema: Glaubenssätze. "Ich bin unfotogen" ist ein Glaubenssatz, der sich richtig schön einfressen kann. 


Mache dir bewusst, dass wir alle dem psychologischen Fehler „selbsterfüllende Prophezeiung“ erliegen. Dieser Glaubenssatz wird immer stärker, indem du ihn glaubst. 


Außerdem glaube ich, dass „unfotogen“ einfach ein anderes Wort für „unsicher“ ist. Ich habe Angst vor dem Fotoshooting, also verkrampfe ich mich. Dass dann keine guten Bilder rauskommen können, ist ja logisch.



Meine Tipps um ein anderes Mindset zu bekommen:



  • Frag dich: Welche Bilder von mir sind gut? Wann war ich fotogen? Was war da anders? 
  • Falls du kein einziges Foto hast, das du von dir magst, frag wohlgesonnenen Freunde, wie dich auf Bildern empfinden – es hilft ungemein, wenn sie zu jedem Bild eine positive Sache sagen.
  • Such dir auf jeden Fall eine Fotografin, die einfühlsam ist und dich behutsam an das Shooting heranführt.

6. Der Druck der Medien



Die Medien gaukeln uns vor, wie wir auszusehen haben: perfekt glatte Haut, immer jung und frisch, schlank, durchtrainiert und top angezogen. Sie zeigen uns fast unmenschliche Frauen und Männer, die makellos scheinen. Dass man da nicht mithalten kann und soll, wissen wir. Aber wie sollen wir davon von Herzen überzeugt sein?


Menschen kaufen von Menschen, mit denen sie sich identifizieren können. Die Ecken und Kanten haben. Echt statt perfekt ist das Gebot der Stunde. 



Meine Tipps für ein noch attraktiveres Äußeres:



  • Frag doch einfach mal Menschen in deinem Umfeld, die dich mögen, was sie an dir ganz besonders toll finden. Ich weiß, diese Frage ist ungewohnt. Ich bin mir aber absolut sicher, dass du tolle Antworten hörst. Und diese Vorzüge kannst du dann in deinem Shooting zeigen. Ein Wetteifern mit anderen Menschen macht überhaupt keinen Sinn, denn die sind ja ganz anders als du.
  • Es gibt Perspektiven, Licht oder gewisse Körperhaltung (bei jedem individuell), die einen viel schlanker, attraktiver, größer... erscheinen lassen. Jede(r) hat eine Schokoladenseite und ein guter Fotograf findet sie auch. Achte darauf, dass du den für dich richtigen Fotografen beauftragst.
  • Außerdem kannst du dein Äußeres mit bestimmten Outfits, dem passenden Make-Up optimieren und die schönen Details unterstreichen.
  • Zwar bin ich kein Freund von Bildbearbeitung, die einen bis zur Unkenntlichkeit verändert, kannst du den Fotografen darum bitten, einen Pickel zu entfernen oder die Augenringe zu minimieren.




Brauchst du Posing-Ideen und Tipps, wie du beim Business-Fotoshooting frisch aussiehst? Dann ist mein GRATIS E-BOOK genau das Richtige für dich:

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7. Angst, Neues zu probieren



Viele Selbstständige haben Angst vor „neuen, moderneren“ Businessfotos. Sprich, wo man nicht mehr mit Hochsteck-Frisur und Kostüm in die Kamera lächelt, sondern sich natürlich gibt und lässiger angezogen ist. Sie sagen, dass ihre Kunden konservativ oder steif sind und diese Art von Bildern nicht verstehen oder gar als respektlos ihnen gegenüber werten würden.


Was tun, wenn man sich nicht mehr in diese veraltete Vorstellung von Businessportraits pressen lassen will, sich aber nicht traut lebendige, moderne Fotos machen zu lassen?



Dahinter steckt meist der tiefsitzende Glaube, dass professionell zu sein bedeutet, nicht locker zu sein – was wieder ein Glaubenssatz ist. 


Das sind unbewusste (oder auch manchmal bewusste) Überzeugungen, die oft schon in der Kindheit gebildet wurden. Das geht zum Beispiel durch Vorleben von anderen oder auch durch eigene Erfahrungswerte. 


Wichtig ist, sich bewusst zu werden: Glaubenssätze entsprechen keinem allgemein-gültigen Gesetz. 


Wie ich schon einmal oben geschrieben habe: Menschen möchten jemanden, mit dem sie sich identifizieren können. Gerade im Bereich der kleineren Unternehmen wollen wir nicht anonym, sondern nahbar, herzlich und emotional wirken. 



Meine Tipps, ob du einen modernen Foto-Stil probieren solltest:



  • Frage dich also selbst: Wirkst du beispielsweise professioneller, kompetenter und damit für deine Kunden besser, wenn du ein steifes Business-Shooting machst? Bedeutet Lockerheit, dass du unprofessionell wirkst? 
  • Wenn dein Bauchgefühl dir sagt, dass du dich mit lässigen Bildern einer natürlichen Businessreportagewohler fühlst, dann mach das. In dem Fall würde ich eher überlegen, ob meine Zielgruppe zu mir passt, oder ob es nicht Sinn macht, dir darüber noch mal Gedanken zu machen.
Coaching mit Franziska Hetzenecker

Franziska Hetzenecker ist Expertin für Frauen im Bereich Selbstbewusstsein. 


Sie ist überzeugt davon, dass jede(r) einen großen Schatz hat: ihre/seine Einzigartigkeit. Durch das Coaching mit Franziska werden diese individuellen Stärken ausgegraben, gesäubert und poliert, damit du deine Träume verwirklichst und dir dein Leben so gestaltest, wie es dir gefällt. 


Wenn du mit Franziska zusammenarbeiten möchtest, schau auf ihrer Website vorbei oder folge ihr auf Instagram, wo sie dir weitere Alltags-Tipps zur Selbstbewusstsein und Grenzen setzen gibt.

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